Entwickelt in der Schweiz: Was das bei INFRAMEDIC konkret bedeutet

„Entwickelt in der Schweiz“ ist bei INFRAMEDIC keine dekorative Herkunftsangabe. Gemeint ist die Entwicklung einer eigenständigen Technologieplattform, in der Sensorik, Steuerungslogik und Infrarotstrahler als zusammenhängendes System konzipiert werden.

Schweizer Entwicklung zeigt sich nicht allein am Standort eines Unternehmens. Entscheidend ist, wo die grundlegende technische Idee entsteht, wie Funktionen definiert werden, wie Komponenten zusammenspielen und wie aus einem Konzept eine prüfbare Systemarchitektur wird.

Kurz gesagt: Bei INFRAMEDIC steht „Entwickelt in der Schweiz“ für die Entwicklung der sensorbasierten Regelung, der Systemlogik, der Strahlerarchitekturen und der zugehörigen Integrationskonzepte. Die Aussage bedeutet nicht automatisch, dass jedes Bauteil ausschließlich in der Schweiz hergestellt wird.

Von einer Beobachtung zur technischen Aufgabe

INFRAMEDIC wurde 2021 in der Schweiz gegründet. Ausgangspunkt war eine konkrete Beobachtung des Gründers und Erfinders Gerd Mattheiss: Herkömmliche Infrarotsysteme arbeiten häufig mit voreingestellten Leistungsstufen, obwohl sich Temperaturbedingungen und Wärmeempfinden während einer Anwendung verändern können.

Daraus entstand eine technische Frage: Wie kann die Infrarotleistung nicht nur manuell eingestellt, sondern auf Grundlage fortlaufend erfasster Temperaturwerte automatisch geregelt werden?

Die Antwort war kein einzelnes Bauteil, sondern ein geschlossener Regelkreis aus berührungsloser Temperaturerfassung, Verarbeitung der Messwerte, Steuerungslogik und anpassbarer Strahlerleistung.

Was bei INFRAMEDIC in der Schweiz entwickelt wird

Die INFRAMEDIC Technologieplattform verbindet mehrere klar definierte Bereiche:

  • Sensorik: berührungslose Temperaturerfassung im vorgesehenen Anwendungsbereich
  • Steuerung: Verarbeitung der Messwerte und Umsetzung der festgelegten Regelparameter
  • Strahlertechnik: anwendungsspezifische Architekturen für unterschiedliche elektrische und mechanische Anforderungen
  • Systemintegration: Abstimmung von Sensorik, Elektronik, Strahlern und Betriebsfunktionen
  • Entwicklungsdokumentation: technische Spezifikationen, Schutzrechte und Integrationskonzepte

Damit ist INFRAMEDIC nicht ausschließlich als Hersteller einzelner Infrarotprodukte positioniert. Das Unternehmen entwickelt eine modulare Plattform für eigene Premiumprodukte, OEM-Integration, ausgewählte Nachrüstlösungen, Lizenzmodelle und gemeinsame Entwicklungsprojekte.

Vier Bausteine einer gemeinsamen Architektur

SAFETY SENSE
Erfasst die Temperatur im definierten Anwendungsbereich berührungslos und liefert die Messgrundlage für die Regelung.

ONE-CONTROL
Verarbeitet die Sensordaten, steuert die Betriebslogik und regelt die angeschlossene Infrarotleistung entsprechend der Systemkonfiguration.

CORE-RADIANT 230 / 110
Eine feste Infrarotstrahler-Architektur für Kabinen, Wellnesssysteme und professionelle Integrationen in 230- oder 110-Volt-Systemumgebungen.

CORE-FLEX 24
Eine textile 24-Volt-Strahlerarchitektur für kompakte, flächige, feste oder modulare Integrationskonzepte.

Die eigentliche Entwicklungsleistung liegt im koordinierten Zusammenspiel dieser Bereiche. Ein Sensor allein erzeugt noch keine intelligente Regelung; ebenso wird ein Strahler erst durch die passende Systemlogik Teil eines kontrollierten Gesamtsystems.

Qualität entsteht durch einen nachvollziehbaren Prozess

Eine Herkunftsangabe ist kein Ersatz für technische Substanz. Maßgeblich sind nachvollziehbare Entwicklungsentscheidungen und eine klare Zuordnung der Funktionen. Dazu gehören unter anderem:

  • eine definierte Messaufgabe und ein festgelegter Messbereich
  • abgestimmte Regelparameter und Betriebszustände
  • eine zur Anwendung passende Strahlergeometrie
  • serviceorientierte und austauschbare Komponenten, wo dies technisch vorgesehen ist
  • Prototypen, technische Validierung und anwendungsspezifische Prüfung
  • Dokumentation für Produktintegration und erforderliche Zertifizierungsprozesse

„Entwickelt in der Schweiz“ beschreibt damit die Herkunft des Konzepts und der Systementwicklung. Ob und welche Normen, Zulassungen oder Konformitätsanforderungen erfüllt werden müssen, ist zusätzlich für das konkrete Endprodukt und seinen vorgesehenen Einsatz zu beurteilen.

Vom eigenen Produkt zur Technologieplattform

Die ursprüngliche Entwicklungsfrage hat sich zu einer modularen Plattform weiterentwickelt. Hersteller und Systemintegratoren können – abhängig von der Anwendung – einzelne Technologiekomponenten oder eine vollständige Sensor-Steuerungs-Strahler-Architektur einsetzen.

Der Integrationsweg reicht von der technischen Bewertung über die Systemkonfiguration und einen Prototyp bis zur Vorbereitung einer herstellerspezifischen Serienumsetzung. Elektrische, mechanische, thermische und funktionale Anforderungen werden dabei für das jeweilige Partnerprodukt betrachtet.

Nach aktuellem Unternehmensstand umfasst das INFRAMEDIC Portfolio zwei erteilte Patente und sieben weitere Patentanmeldungen. Geschützt werden zentrale Bereiche der sensorbasierten Infrarotregelung und der zugehörigen Strahler- und Systemarchitekturen.

Was die Angabe bewusst nicht verspricht

  • keine pauschale Aussage, dass sämtliche Einzelteile aus der Schweiz stammen
  • keine automatische Zertifizierung jedes späteren Endprodukts
  • keine Garantie einer bestimmten subjektiven Wahrnehmung
  • keine medizinische oder therapeutische Wirkungsaussage

Gerade diese Abgrenzung macht die Aussage glaubwürdig: Schweizer Entwicklung soll anhand der Architektur, der technischen Funktion und der dokumentierten Schutzrechte nachvollziehbar sein.

Fazit

Bei INFRAMEDIC bedeutet „Entwickelt in der Schweiz“ die Entwicklung einer geschlossenen, sensorbasierten Infrarotplattform. Die Kernleistung besteht darin, Temperaturerfassung, Steuerungslogik und anwendungsspezifische Strahlertechnik zu einem koordinierten System zu verbinden.

So wird aus einer einzelnen Produktidee eine geschützte Technologiearchitektur, die für eigene Produkte ebenso wie für OEM-Integration, Lizenzierung und gemeinsame Entwicklung eingesetzt werden kann.

Hinweis: Angaben zu Schutzrechten beziehen sich auf den bei der Aktualisierung dieses Beitrags veröffentlichten Unternehmensstand. Produktbezogene Normen, Konformität und Zertifizierung sind jeweils für die konkrete Anwendung zu prüfen.

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