Warum der Rückenbereich bei Infrarotanwendungen wichtig ist

Der Rückenbereich eignet sich bei vielen Infrarotanwendungen als klar definierbare Bestrahlungs- und Messfläche. Entscheidend sind dabei nicht pauschale Wirkversprechen, sondern Geometrie, Abstand, Strahleranordnung und Steuerung.

Bei einer Sitz- oder Liegeanwendung befindet sich der Rücken meist in einer gut planbaren Position zur Wärmequelle. Das erleichtert die technische Abstimmung des Systems – vorausgesetzt, Einbausituation und Nutzung wurden gemeinsam berücksichtigt.

Eine große, planbare Anwendungsfläche

Der Rücken bietet im Vergleich zu kleineren Körperbereichen eine relativ große Fläche. Für die Systementwicklung lässt sich dadurch festlegen, welcher Bereich bestrahlt und von der Sensorik erfasst werden soll.

Die tatsächlichen Bedingungen hängen jedoch von mehreren Faktoren ab: Körperposition, Abstand, Kleidung, Sitz- oder Liegewinkel sowie die Geometrie des Produkts können die Anwendung beeinflussen.

Abstand und freie Strahlungsstrecke

Infrarotenergie wird von der Strahleroberfläche in Richtung des vorgesehenen Anwendungsbereichs übertragen. Zwischen Strahler und Rücken sollte die Konstruktion deshalb möglichst keine ungeplanten Abschattungen erzeugen.

„Direkt“ bedeutet dabei nicht Hautkontakt. Gemeint ist eine technisch definierte, möglichst freie Strahlungsstrecke. Der geeignete Abstand wird für das jeweilige Produkt festgelegt und geprüft.

Sensor und Strahler müssen zusammenpassen

SAFETY SENSE erfasst die Temperatur im vorgesehenen Anwendungsbereich berührungslos. Damit der Messwert für die Regelung sinnvoll ist, müssen Sensorposition, Erfassungsfeld und bestrahlter Bereich aufeinander abgestimmt sein.

ONE-CONTROL verarbeitet die Messwerte zusammen mit dem Betriebszustand. Die angeschlossene Infrarotleistung kann anschließend innerhalb der definierten Systemparameter angepasst werden.

Wichtige Faktoren bei Sitz- und Liegesystemen

  • Position des Rückens während der vorgesehenen Nutzung
  • Abstand und Ausrichtung des Infrarotstrahlers
  • Sensorposition und Größe des Erfassungsbereichs
  • Materialien und mögliche Abschattungen
  • mechanische Verstellmöglichkeiten des Produkts
  • Leistungsparameter und vorgesehene Betriebsdauer
  • technische Validierung der vollständigen Einbausituation

Warum eine pauschale Aussage nicht genügt

Aus der Positionierung eines Strahlers am Rücken lassen sich allein keine verlässlichen Aussagen über Komfort, Wärmeempfinden oder Eignung ableiten. Diese hängen vom gesamten System und von individuellen Bedingungen ab.

Die technische Bewertung muss deshalb immer das konkrete Produkt berücksichtigen. Eine Lösung für einen Infrarotsessel kann andere Abstände, Leistungen und Regelparameter benötigen als eine Sitz- oder Liegekabine.

Der INFRAMEDIC Systemansatz

INFRAMEDIC verbindet Sensorik, Steuerung, Strahler und mechanische Integration zu einer anwendungsspezifischen Architektur. Für Hersteller und OEM-Partner wird die Konfiguration anhand der vorgesehenen Nutzung entwickelt und unter definierten Bedingungen geprüft.

Der Rückenbereich ist dabei kein medizinisches Wirkversprechen, sondern eine konstruktiv gut planbare Zone für ausgewählte Wärme- und Wellnessanwendungen.

Wichtige Einordnung

INFRAMEDIC Systeme sind Technologie- und Wellnesslösungen. Sie dienen nicht der Diagnose, Behandlung oder Heilung von Krankheiten. Komfort, Funktion und Eignung sind vom jeweiligen Produkt, seiner Konfiguration und der vorgesehenen Nutzung abhängig.

Weiterführende Informationen

Mehr zur sensorbasierten Systemarchitektur finden Sie auf der INFRAMEDIC Technologieseite. Die deutschsprachige Produktübersicht für den DACH-Raum finden Sie auf inframedic.ch.

Entwickelt in der Schweiz.

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